Nach dem wir einen Tag den blinden Passagier erfolglos gesucht haben, steuern wir schlussendlich doch auf Brihan zu.
Brihan ist die Hauptstadt von Thalisien und bedeutet für mich, endlich wieder festen Boden unter den Füssen. In Brihan leben ungefähr 4000 Einwohner. Menschen, Orks, Zwerge und ein paar Drows. Elfen gibt es keine. Alle Lotsen und alle Arbeiter der Hafenmeisterei scheinen Priester oder Novizen zu sein. Sie tragen blaue lange Gewänder und darüber schwarze ärmellose Mäntel. Hans P. Mies meinte zu mir:
Sieh dir die großen Muscheln an, die sie um den Hals hängen haben. Wenn schlechte Sicht ist, benutzen sie diese auch als Signalhörner. Sie alle sind Diener der Meeresgöttin Geowin.
Die anderen Thalisier tragen karierte Röcke, die sie Kilts nennen. Die Frauen tragen ebenfalls Kleider oder Röcke aus diesem karierten Stoff.
Brihan hat gepflasterte Straßen. Die Häuser sind aus Lehm, Ziegeln und Steinen. Der Hafen ist groß und es liegen mit uns 18 größere Schiffe vor Anker. Wir werden sehr freundlich begrüßt. Generell geht es hier aber etwas rustikaler zu. Die ein oder andere Schlägerei scheint normal zu sein. Doch wir bekommen Vorräte und alles was wir benötigen zu guten Preisen. Ich muss wirklich sagen Thalisien würde mir sehr gut gefallen, wenn es nicht ständig und andauernd regnen würde. Die Einheimischen scheint das aber nicht zu stören.
Anscheinend hat Thalisien viele Schafe, denn sowohl ihr Fleisch als auch Schafskäse sind gut und günstig zu haben und dieser heimische Käse findet sich in einem Getränk wieder, dass ich kosten durfte. Mehr dazu aber später…
Nachdem ich 6 Fässer meines exzellenten Apfelweins verkauft habe, entschließe ich mich, dass der Tag gefeiert werden muss. Zusammen mit einem Teil der Besatzung besuche ich den Findarbar-Tempel. Das Kasino, dass von den Findarbar Priestern betrieben wird. Die Priester heißen hier übrigens Ovaten. Sie alle tragen ärmellose Mäntel. Diese hier mit Würfel und Münzen in der Farbe schwarz über ihren gelben Priestergewändern. Generell scheint mir Lunar heute gnädig zu sein. Ich habe ein wenig gewonnen, ich habe ein wenig verloren und ich konnte ganz gut was trinken. An einem der Tische schnappte ich auf, dass Gerald Mc Otis mit dem Reich der Mitte weiterhin große Teile von Thalisen besetzt hat. Die Rückeroberung sei ins Stocken geraten.
Doch ich war ja beim Trinken…. Ja neben Bier, Met, Whisky, Obstbränden und Likören gab es etwas ganz Besonderes. Oberon hatte mich bereits davor gewarnt, doch ich musste es einfach probieren. Der thalisische Taquilla. Kennt ihr nicht? Na da habt ihr aber etwas verpasst. Hergestellt aus Whisky gesüßt mit etwas Zucker, reift ein Schafskäse eingelegt in diesem selbigen Gebräu. Glaubt ihr nicht? Ich tat es auch nicht. Doch es war eigentlich sehr bekömmlich.
Den ein oder anderen sah ich auf der Straße mit einem Kobold herumlaufen. Einen Brauen. Ich kannte bisher nur die Grünen, garstigen. Doch die Braunen sollen recht hilfreich im Haushalt sein und werden von ihren Besitzern auch zum Einkaufen mitgenommen. Diese nennen sie netterweise Brownies. Auf den Straßen freuten sich die Menschen auf die bevorstehenden Festlichkeiten zu Beltane und das Crush Alba der keltischen Allianz der Südlande beigetreten ist.
Das wäre dann fast alles gewesen was ich in Brihan erlebt habe, wäre da nicht noch der Neffe des Kaptains Gunnar Skylarson mit an Bord gekommen. Doch von dem schreibe ich euch morgen.
Ja gab’s sowas schon mal... Alle NSC Plätze für Primum 1 sind vergeben!
Wir konnten alle geplanten Rollen besetzen sind super happy die NSC Anmeldung nun schließe zu können. Wer nun noch dabei seien will, kann sich gerne noch als Spieler anmelden. Überlegt aber nicht mehr zu lange. in 3 Wochen geht es ja schon los.
Hier gehts zur Anmeldung
Ein neuer Tag beginnt.
Die zweite Staffel für Primum 1 endet am 16.04. um 23:59 Uhr.
Heute steuern wir auf das westliche Arcuri-Mar zu, meinte Hape. beim Frühstück an Bord der Seemöwe. Kapitän Eik Skylarson greift das Gespräch auf und richtet sein Wort an alle Passagiere:
“Liebe Gäste auf der Seemöwe. Heute werden wir in Berens Wacht ankern. Die kleine Handelsstadt hat einen großen Hafen, befindet sich im Norden der Provinz Kermaron welches zu Trawonien gehört. Die Trawonier sind aufgeschlossene Menschen, behandeln eigentlich alle Wesen gut, Elfen sind hoch angesehen. Drow, Dunkelelfen und offensichtliche Anhänger böser und dunkler Gottheiten sollten sich nicht vom Schiff bewegen. Solche werden in Trawonien sofort verhaftet, wenn nicht gar von einem Mob getötet. Ich bitte daher alle Anhänger der Dunkelheit sich unter Deck auf zu halten. Bitte geben Sie meinem Maat Bescheid, sollten Sie dringende Besorgungen benötigen. Bitte haben Sie aber auch Verständnis dafür, dass wir nur in Trawonien übliche Waren für Sie besorgen können…”
Das hatte der ein oder andere Dämon wohl nicht erwartet und rümpfte seine Nase. Doch was tun? Ich fand es persönlich sehr mutig vom Kapitän Skylarson, dass er diese Geschöpfe überhaupt transportierte. Hans P. meinte aber irgendetwas von einem Gleichgewicht des Geistes oder einem Geist des Gleichgewichtes? Naja egal. Ich darf ja von Bord.
Als die Sonne langsam zu Dämmern begann sah ich an der östlichen Klippe einen Leuchtturm. Das Schiff steuerte auf eine Flussmündung zu und erst als wir näher kamen erkannte ich dass es die Mündung zweier Flüsse war. Man freue ich mich auf ein richtiges Bett auf festem Boden. Hoffentlich kann ich es mir hier auch leisten. Der Naturhafen von Berens Wacht ist der Stadt vorgelagert.
Kurz vor unserem Eintreffen ist wohl eine große Gruppe an Abenteurern und Kämpfern aus aller Herren Länder hier eingetroffen. Der Hafen ist mit sehr vielen Schiffen gefühlt und es herrscht ein reges Treiben. Ich belausche das ein oder andere Gespräch als ich durch die Gassen ging um nach einem Schlafplatz zu suchen. Sie scheinen einem Aufruf der trawonischen Krone gefolgt zu sein, Sichtungen von Truppen der Torog Nai im südlichen Teil der Provinz Kermaron nachzugehen. Außerdem sei wohl der Sohn eines Ritters des Ordens von Schwert und Kelch verschwunden.
Vorräte lassen sich hier recht einfach erwerben, das Angebot ist sehr gross, die Preise recht niedrig. Hier kann ich meinen Apfelwein eigentlich nur mit Verlust verkaufen. Sehr schade aber es kommen ja noch andere. Alles in allem scheint der Ort gerade im Aufschwung inbegriffen zu sein. Überall werden neue Gebäude errichtet und ich konnte die Ankunft neuer Siedler am Hafen beobachten. Nach dem fünften Gasthaus und der fünften Absage gebe ich es aber auf. Alle Übernachtungsplätze sind bereits vergeben…. Diese Abenteurer haben mir tatsächlich einen Strich durch die Rechnung gemacht. So schlendere ich zurück zur Seemöwe. Wieder eine Nacht an Board. Diesmal alleine mit der Besatzung und den Dämonen. Das kann ja heiter werden.
Gz. Orie Eichlaub
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