Bitte hier anmelden falls du ein Benutzerkonto hast

Die Insel Primum

Es wird eingeheizt

 
birkenzweigeAnlässlich der Einweihungsfeierlichkeiten der Feuchten Hütte hat das Hurenhaus Flötzinger-Widerwillen keine Kosten und Mühen gescheut: Es wird eingeheizt

Das einzigartige Schwitzerlebnis für Körper, Haut und Geist findest man nur in unserem neuen Schwitzzelt. Wir bieten die Reinigung der Haut mit Salz und Honig. Unsere Aufgüsse mit verschiedener Kräutern aus aller Welt bringen jeden Geist in Wallung. Wir bieten Massagen mit Eichen oder Birkenruten *) aus Nordandryll an. 

Auf Wunsch **) können feste und flüssige Köstlichkeiten aus der Feuchten Hütte auch im Schwitzzelt serviert.

Die Großreederei Skylarson bietet noch günstige Schiffspassagen auf der Seemöwe an, die schon bald wieder auf dem Weg nach Primum sein wird.

 
 

Einweihungsfeierlichkeiten der Feuchten Hütte

Anlässlich der Einweihungsfeierlichkeiten der Feuchten Hütte haben die Großreederei Skylarson, die Hafenmeisterei von der Winde, das Hurenhaus Flötzinger-Widerwillen, der Schutzverein besonderer Arten auf Primum, die Pfannkuchlerei Petra Hacke, die Brauerei Flötzinger und das Handelskontor Flötzinger keine Kosten und Mühen gescheut, um allen Gästen und Anwohnern ein schmackhaftes wie fulminantes Erlebnis für Körper und Geist zu bieten.

Es wird euch im einzigartigen Schwitzzelt des Hurenhauses Flötzinger-Widerwillen ordentlich eingeheizt werden. Hier wird für das Wohlbefinden von Körper, Haut und Geist gesorgt.

Darauf folgt ein Wettessen nach Primum Art präsentiert und zubereitet von der Pfannkuchlerei Petra Hacke.

Der Schutzverein besonderer Arten auf Primum läd zu einer besonderen Ho’Uht Jagd ein.

Während der Feierlichkeiten findet der 1. Hafenmeister Konvent zu Primum und der 1. Captains Table zu Primum statt.

Ein Gaumenfest in Form eines fulminanten Festbanketts läutet den kulinarischen Abend ein, der dann mit einer Verkostung flüssiger Köstlichkeiten von und mit der Brauerei Flötzinger abgerundet wird.

Die Großreederei Skylarson bietet noch günstige Schiffspassagen auf der Seemöwe an, die schon bald wieder auf dem Weg nach Primum sein wird.

Tag 7 – Canaîsin in Ilad Galen und letzter Halt vor Primum

faesserWer an der Westküste der Südlande nach Süden fährt kommt an vielerlei Ländern und Gegenden vorbei. Am letzten westlichen Zipfel ragen hohe Steilwände nach oben und lassen keinen Blick auf das Land dahinter zu. Es heißt, dass Land und deren Bewohner wären unwirtlich und unfreundlich.  Doch die meisten Handelsschiffe fahren an diesem Teil der Südlande vorbei und wissen es nicht besser. Das eindrucksvollste an diesen Felsen ist ein grandioser Wasserfall, der sich über die Klippen ins Meer ergießt. Das allein wäre Grund genug zum Staunen, doch um den Wasserfall herum und in den Felsen getrieben, floriert eine Stadt. Sinai wird sie genannt. Es gibt sogar einen Hochseehafen, doch dem Kapitän Eik Skylarson ist es zu riskant dort anzulegen. Die Schiffe dort sind eher klein und wenige und werden über diverse Gerätschaften daran gehindert, durch die Brandung an den Felsen zu zerschellen.

Die Fahrt geht weiter, plötzlich senkt sich der Fels herab und gibt einen kurzen Blick auf mehrere grüne Ebenen frei. An der niedrigsten Stelle steht ein alter, verwitterter Turm. Der Kapitän gibt hier Signal und lässt ankern. Jetzt heißt es warten. Nun hatte ich die Zeit mir die Umgebung näher anzusehen. Wo die ganze Zeit Felswände waren ist hier ein grünes, dichtes Delta, dass so einladend wie gefährlich ist meint Hans P. Mies. Ohne einen fähigen Lotsen ist man leicht auf einer Sandbank aufgelaufen – wenn man Glück hat. Untiefen und unterseeische Felsnasen können den Rumpf eines Bootes aufreißen und versenken. Das Delta hat riesige Ausmaße und man kann in der Ferne eine große Stadt erblicken. Dort liegt das Ziel des Kapitäns. Canaîsin, die Hauptstadt von Ethir Forodren, einem der fünf Fürstentümer Ilad Galens.

Es dauert eine Weile, in der die Seemänner am Schiff Ausbesserungen vornehmen, bis ein kleines Beiboot sich nährt. Ein schmächtiger junger Mann betritt das Schiff, als würde es ihm gehören. Er verhandelt mit dem Kapitän über den Preis und als sie sich einig werden, legt das Beiboot ab und der Mann, der sich als Jost, der Lotse vorstellt, übernimmt das Steuer. Langsam fährt das Schiff in das Delta ein und der schwere Duft der üppigen Vegetation schwappt über dem Schiff zusammen. Das Atmen fällt schwerer und die Gerüche legen sich auf den Magen.  Kreuz und quer lenkt der Lotse das Schiff durch die vielen Flussarme. Ab und an kann man es bedrohlich am Rumpf kratzen hören.

Und dann erhebt sich die Stadt Canaîsin vor unseren Augen. Ein ausgedehntes Hafenbecken hält für zehn Hochseeschiffe und viele kleinere Boote ausreichend Platz bereit. Heute ist es gut zur Hälfte gefüllt und das Pier ist voller arbeitsamer Menschen. Pakete und Waren werden von und zu den Schiffen gebracht. Wie ein Ameisenstaat scheint alles durcheinander zu gehen und doch sein Ziel zu finden.

Der Hafen ist alt, auch wenn er gut in Stand gehalten wird. Das Holz ist stark verwittert und die einstmals verputzen Gebäude zeigen Furchen und Risse. Überall riecht es nach Fisch, Wasser und zu vielen Menschen. Die Gebäude wurden alle irgendwann aufgestockt. Wohl zu einer Zeit, als die Stadt immer größer wurde. Kein Gebäude hat weniger als zwei Stockwerke. Holz und Stein, alles scheint daraus gemacht. Nicht einmal jedes Haus hat mehr als ein Loch, dass man Fenster nennt. Die wenigsten haben Glas. Alles wirkt rau, aber stabil. Wie die Menschen die dort ihre Arbeit tun.

Eine breite Straße für in das Innere der Stadt und kaum ist man ein paar Meter gegangen prangt ein riesiges Schild über dem Pflaster. Eine Bild des Meeres bei Sturm ist darauf zu sehen und darunter kann man lesen – sofern man dazu wie ich in der Lage ist - „Zur salzigen See“. Schon von weitem hört man, dass es dort laut zugeht. Ein Gasthaus direkt am Hafen. Dort werden die Sitten rau, aber die Mädchen käuflich sein. Und das Innere wird eine kleine Schlägerei aushalten. Wie in vielen Städten fühlt sich jeder Seemann an solchen Orten schnell heimisch. Bei Spielen kann man die Zeit vergessen und sein Geld verlieren, sofern das Glück einem nicht hold ist.

Weiter kommen die meisten der Seeleute nicht. Was wollen sie auch in den feineren Bereichen. Dort, wo die Häuser verputzt und die Kleidung der Leute sauber sind. Dort passen wir nicht hin. Doch bis zum großen Markt sind die Menschen gemischt. Händler fahren mit ihren Waren hin und her, Hohe wie Niedere sind auf dem Weg, ihre Erledigungen zu machen. Je weiter man in das Stadtinnere gelangt, desto mehr Verzierungen sind an den Häusern zu sehen. Aufwendige Schnitzereien, die zumeist den Wald und die Ebenen zeigen. Hier sieht man den Grund, warum Ilad Galen über die Landesgrenzen hinaus für seine Holzarbeiten bekannt ist.

Am eindrucksvollsten ist das Rathaus am zentralen Marktplatz. In akribischer Arbeit scheint dort die Geschichte des Landes in das Holz geschnitzt zu sein. Von der Landung der Menschen über die Kämpfe mit Ungeheuern und dem Wald bis hin zum Erscheinen des Verkünders. Und mit jedem Mal kann man etwas Neues entdecken.

Der Markt ist genau der richtige Ort um meinen Apfelwein los zu werden und genau hier hatte ich den richtigen Riecher. Ich habe meinen gesamten Apfelwein verkauft. Unglaublich…

Also gehe ich sehr wohl gelaunt in die Taverne zur salzigen See. Dort sticht mir gleich im Eingang ein Plakat von Primum und der Taverne zur feuchten Höhle ins Auge.

Frau Pandora und ihre Damen: Nette Betty, Molli Lolli, Wilde Hilde, Herta und Loretta erwarten euch in der Taverne „Zur feuchten Höhle“ im Hafen von Primum …

Eine schöner als die Andere…

Nun bin ich aber hier in Canaîsin. Ich besorge mir ein Zimmer und lass den erfolgreichen Tag ausklingen.

Gez. Orie Eichlaub

Orie Eichlaub trinkt die Nacht durch. Er erwacht am nächsten Tag, als die Sonne bereits am Untergehen war und muss mit erschrecken feststellen, dass die Seemöwe bereits ihre Reise nach Primum fortgesetzt hat.

Am Morgen auf der Seemöwe: Nachdem die nächsten Reisenden das Schiff bestiegen haben, geht es weiter. Mit dem Lotsen durch das Delta wieder hinaus aufs Meer.

Die Schwere der Vegetation bleibt dabei hinter ihnen, doch jeder Matrose, der etwas auf sich hält weiß. Der Weg den sie beim Verlassen des Deltas nehmen ist ein Anderer als beim hineinfahren. Ihn kennen nur die Schmuggler und die Lotsen.

Tag 5 – Brihan die Hauptstadt Thalisiens

faesserNach dem wir einen Tag den blinden Passagier erfolglos gesucht haben, steuern wir schlussendlich doch auf Brihan zu.

Brihan ist die Hauptstadt von Thalisien und bedeutet für mich, endlich wieder festen Boden unter den Füssen. In Brihan leben ungefähr 4000 Einwohner. Menschen, Orks, Zwerge und ein paar Drows. Elfen gibt es keine. Alle Lotsen und alle Arbeiter der Hafenmeisterei scheinen Priester oder Novizen zu sein. Sie tragen blaue lange Gewänder und darüber schwarze ärmellose Mäntel. Hans P. Mies meinte zu mir:

Sieh dir die großen Muscheln an, die sie um den Hals hängen haben. Wenn schlechte Sicht ist, benutzen sie diese auch als Signalhörner. Sie alle sind Diener der Meeresgöttin Geowin.

Die anderen Thalisier tragen karierte Röcke, die sie Kilts nennen. Die Frauen tragen ebenfalls Kleider oder Röcke aus diesem karierten Stoff.

Brihan hat gepflasterte Straßen. Die Häuser sind aus Lehm, Ziegeln und Steinen. Der Hafen ist groß und es liegen mit uns 18 größere Schiffe vor Anker. Wir werden sehr freundlich begrüßt. Generell geht es hier aber etwas rustikaler zu. Die ein oder andere Schlägerei scheint normal zu sein. Doch wir bekommen Vorräte und alles was wir benötigen zu guten Preisen. Ich muss wirklich sagen Thalisien würde mir sehr gut gefallen, wenn es nicht ständig und andauernd regnen würde. Die Einheimischen scheint das aber nicht zu stören.

Anscheinend hat Thalisien viele Schafe, denn sowohl ihr Fleisch als auch Schafskäse sind gut und günstig zu haben und dieser heimische Käse findet sich in einem Getränk wieder, dass ich kosten durfte. Mehr dazu aber später…

Nachdem ich 6 Fässer meines exzellenten Apfelweins verkauft habe, entschließe ich mich, dass der Tag gefeiert werden muss. Zusammen mit einem Teil der Besatzung besuche ich den Findarbar-Tempel. Das Kasino, dass von den Findarbar Priestern betrieben wird. Die Priester heißen hier übrigens Ovaten. Sie alle tragen ärmellose Mäntel. Diese hier mit Würfel und Münzen in der Farbe schwarz über ihren gelben Priestergewändern. Generell scheint mir Lunar heute gnädig zu sein. Ich habe ein wenig gewonnen, ich habe ein wenig verloren und ich konnte ganz gut was trinken. An einem der Tische schnappte ich auf, dass Gerald Mc Otis mit dem Reich der Mitte weiterhin große Teile von Thalisen besetzt hat. Die Rückeroberung sei ins Stocken geraten.

Doch ich war ja beim Trinken…. Ja neben Bier, Met, Whisky, Obstbränden und Likören gab es etwas ganz Besonderes. Oberon hatte mich bereits davor gewarnt, doch ich musste es einfach probieren. Der thalisische Taquilla. Kennt ihr nicht? Na da habt ihr aber etwas verpasst. Hergestellt aus Whisky gesüßt mit etwas Zucker, reift ein Schafskäse eingelegt in diesem selbigen Gebräu. Glaubt ihr nicht? Ich tat es auch nicht. Doch es war eigentlich sehr bekömmlich.

Den ein oder anderen sah ich auf der Straße mit einem Kobold herumlaufen. Einen Brauen. Ich kannte bisher nur die Grünen, garstigen. Doch die Braunen sollen recht hilfreich im Haushalt sein und werden von ihren Besitzern auch zum Einkaufen mitgenommen. Diese nennen sie netterweise Brownies. Auf den Straßen freuten sich die Menschen auf die bevorstehenden Festlichkeiten zu Beltane und das Crush Alba der keltischen Allianz der Südlande beigetreten ist.

Das wäre dann fast alles gewesen was ich in Brihan erlebt habe, wäre da nicht noch der Neffe des Kaptains Gunnar Skylarson mit an Bord gekommen. Doch von dem schreibe ich euch morgen.

Gz. Orie Eichlaub

Tag 4 - Der Busen der See

faesserEin neuer Tag beginnt.
 
So allein mit der Besatzung und den Dämonen wie ich letzte Nacht dachte, war ich gar nicht. Die anderen Passagiere hatten wohl das selbe Pech wie ich, bei der Suche nach einer Unterkunft. So war die Seemöwe gut besucht als der neue Smutje seinen Dienst begann. Die letzten Tage gab es nur eingelegten Fisch, Brot und rohes Gemüse. Doch nun kochte Herbert Santa Maria für uns. Der Smutje stieg hier in Beerens Wacht zu und sein erstes Gericht für uns war ein Gröstl und eine Kiste Portwein. Ganz nach dem Geschmack von Kapitän Eik Skylarson und Hans P. Mies. Obwohl dieser eigentlich die ganze Zeit irgendetwas von Grog in Flaschen schwafelte. Weiß er denn nicht, dass man für Grog einen Rum in einen heißen Tee schütten muss? Egal ich als Apfelweinbauer machte meinen Reinfall von gestern zur Tugend und schenkte den Passagieren etwas von meiner Ware aus.
Der ein oder andere konnte gar nicht genug kriegen von meinem Apfelwein und da es heute über das westliche Arcuri-Mar geht und wir erst in 1-2 Tagen wieder Land in Sicht haben, werde ich sicher das eine oder andere Fass an die Besatzung und die Passagiere verkaufen können.
 
Der Schiffsjunge Hans hat wieder das Schwein auskommen lassen. Dieses soll auf halber Strecke als Festbraten herhalten. Doch momentan rennt es über Deck und er versucht es einzufangen. Es ist nicht das erste Mal, dass dieses Schwein nicht richtig angebunden war. Es hat sich auch schon mal an meinen Vorräten vergriffen und nun hat es wohl den Kuchen von Herbert Santa Maria gefressen, bevor es auf Deck ein Rodeo mit dem jungen Hans veranstaltete. Als Hans P. und Oberon ihm zu Hilfe eilen, ist es jedoch schnell vorbei mit dem Schweinsgalopp. Sicher verwahrt im Frachtraum wird das Schwein wieder angebunden und es kehrt wieder Ruhe ein auf Deck.
 
Ab Nachmittag stehe ich an der Reling und trage tiefe Demut in mir. Um uns herum ist nichts als Wasser. Soweit mein Auge reicht nichts als Wasser. Ich frage Hans P. woher er denn hier und jetzt weiß wo wir hinmüssen und ob wir auf dem richtigen Weg sind. Er lacht und meinte: „Jetzt? In diesem Moment? Gar nicht! Aber vor 3 Std. verließen wir die Küste auf dem richtigen Weg. Der Kompass und die Karten zeigen mir, dass wir den Kurs nicht verändert haben und die Sonne steht auch dort wo sie stehen soll.“ Dass mit der Sonne habe ich zwar nicht ganz verstanden, aber mir bleibt wohl nichts Anderes über, als ihm zu vertrauen.
 
Gedankenversunken höre ich auf einmal den Smutje aus der Kombüse Brüllen:
"Das gibt’s doch nicht! Ich habe das doch hier gerade hingestellt. Oh warte, wenn ich dieses kleine Schwein in die Finger bekomme, dann gibt es den Braten schon morgen!“
Da ruft der junge Hans: „Das Schwein war es nicht! Es ist hier angebunden und ich war die ganze Zeit bei ihm!“
Smutje: „Wer hat mir denn dann den fertig gebratenen Fisch vom Teller geklaut?“
 
Die Suche begann, doch es wollte keiner gewesen sein. Ebenso am nächsten Tag auf hoher See verschwand das ein oder andere.
Essen, Trinken, eine Decke, ein Kissen, ein Becher Portwein….
 
Kapitän Eik Skylarson beauftragte den jungen Hans das ganze Schiff zu durchsuchen, denn er hatte die Vermutung, dass wir einen blinden Passagier an Bord haben.
„Kein Hafen wird angesteuert bevor dieser nicht gefunden wurde.“
 
So sind wir schon den 3. Tag auf dem Busen der See.

Tag 3 – Berens Wacht in der Provinz Kermaron

faesser

Heute steuern wir auf das westliche Arcuri-Mar zu, meinte Hape. beim Frühstück an Bord der Seemöwe. Kapitän Eik Skylarson greift das Gespräch auf und richtet sein Wort an alle Passagiere:

“Liebe Gäste auf der Seemöwe. Heute werden wir in Berens Wacht ankern. Die kleine Handelsstadt hat einen großen Hafen, befindet sich im Norden der Provinz Kermaron welches zu Trawonien gehört. Die Trawonier sind aufgeschlossene Menschen, behandeln eigentlich alle Wesen gut, Elfen sind hoch angesehen. Drow, Dunkelelfen und offensichtliche Anhänger böser und dunkler Gottheiten sollten sich nicht vom Schiff bewegen. Solche werden in Trawonien sofort verhaftet, wenn nicht gar von einem Mob getötet. Ich bitte daher alle Anhänger der Dunkelheit sich unter Deck auf zu halten. Bitte geben Sie meinem Maat Bescheid, sollten Sie dringende Besorgungen benötigen. Bitte haben Sie aber auch Verständnis dafür, dass wir nur in Trawonien übliche Waren für Sie besorgen können…”

Das hatte der ein oder andere Dämon wohl nicht erwartet und rümpfte seine Nase. Doch was tun? Ich fand es persönlich sehr mutig vom Kapitän Skylarson, dass er diese Geschöpfe überhaupt transportierte. Hans P. meinte aber irgendetwas von einem Gleichgewicht des Geistes oder einem Geist des Gleichgewichtes? Naja egal. Ich darf ja von Bord.

Als die Sonne langsam zu Dämmern begann sah ich an der östlichen Klippe einen Leuchtturm. Das Schiff steuerte auf eine Flussmündung zu und erst als wir näher kamen erkannte ich dass es die Mündung zweier Flüsse war. Man freue ich mich auf ein richtiges Bett auf festem Boden. Hoffentlich kann ich es mir hier auch leisten. Der Naturhafen von Berens Wacht ist der Stadt vorgelagert.

Kurz vor unserem Eintreffen ist wohl eine große Gruppe an Abenteurern und Kämpfern aus aller Herren Länder hier eingetroffen. Der Hafen ist mit sehr vielen Schiffen gefühlt und es herrscht ein reges Treiben. Ich belausche das ein oder andere Gespräch als ich durch die Gassen ging um nach einem Schlafplatz zu suchen. Sie scheinen einem Aufruf der trawonischen Krone gefolgt zu sein, Sichtungen von Truppen der Torog Nai im südlichen Teil der Provinz Kermaron nachzugehen. Außerdem sei wohl der Sohn eines Ritters des Ordens von Schwert und Kelch verschwunden.


Vorräte lassen sich hier recht einfach erwerben, das Angebot ist sehr gross, die Preise recht niedrig. Hier kann ich meinen Apfelwein eigentlich nur mit Verlust verkaufen. Sehr schade aber es kommen ja noch andere. Alles in allem scheint der Ort gerade im Aufschwung inbegriffen zu sein. Überall werden neue Gebäude errichtet und ich konnte die Ankunft neuer Siedler am Hafen beobachten. Nach dem fünften Gasthaus und der fünften Absage gebe ich es aber auf. Alle Übernachtungsplätze sind bereits vergeben…. Diese Abenteurer haben mir tatsächlich einen Strich durch die Rechnung gemacht. So schlendere ich zurück zur Seemöwe. Wieder eine Nacht an Board. Diesmal alleine mit der Besatzung und den Dämonen. Das kann ja heiter werden.

Gz. Orie Eichlaub